Wie Tag 2 endet weiß ich nicht genau. Das ist auch der Grund wieso Tag 3 für mich ziemlich bescheiden beginnt. Während die Junx schön frühstücken bin ich damit beschäftigt klar zu kommen… was für ne Nacht. Ich bin heil froh dass es heute nur zu ein paar Hotspots geht per Auto die uns der Guide aus Puerto – you remember Chris der „Neger“ (so nennt er sich übrigens selbst✌️) – genannt hat. Sind ein oder zwei „Natürliche Pools“ also durch Gestein / Lava geformte Becken, die am Meer liegen und nur über Wellen mit frischem Wasser versorgt werden. Jap – ich konnte mir auch nichts drunter vorstellen bis ich’s gesehen hab und eigentlich recht cool fand…

Wir fahren also los, es geht auf die Westseite der Insel Richtung Santiago del Teide. Während ich mit meinem flauen Magen kämpfe – und das ist besonders gut bei den Straßen auf Teneriffa 🙈 – sind die zwei andern vorne gut gelaunt und bester Dinge nach dem Frühstück am Meer… nunja es dauert nicht lange bis wir zum ersten Pool kommen. Da ich immernoch mit mir selbst beschäftigt bin, verzichte ich morgens ins Wasser zu hüpfen, obwohl ich das doch schon gern gemacht hätte. Der Pool ist nicht überrannt. Es gibt nur wenige die hier sind und kaum welche die rein hüpfen. Als Basti rein geht ist er sogar allein. Im Grunde also ne schöne kleine Ecke und wenn die Sonne hier im Norden vormittags scheinen würde, dann wäre das Wasser sicherlich auch wärmer. Schon beeindruckend wenn eine große Welle an die Felsen klatscht, den Pool füllt und alle am Rand sitzenden gekonnt runterspült ins Becken hinein 😀. Weiter gehts nach Santiago. Dazu müssen wir direkt in das Berg Massiv von Teneriffa fahren, bzw. es überqueren. Um es kurz zu sagen wir müssen über die Wolken und kommen der Teide dabei schon ganz nah. Wobei „nah“ relativ ist… sieht spitz aus das Ding… gewaltig hoch… wer kam nochmal auf die Idee da hoch zu laufen?! 🤦🏻‍♂️ Ein bissl Bammel hab ich ja schon. Jedoch nicht die Steigung macht mir Angst, oder der Fakt dass es nur Bergauf geht – konsequent in einem Winkel. Auch dass wir nachts losziehen ist nicht so wild, ich hab eher Respekt vor der Dünnen Luft die da oben herrscht. Die Zugspitze mit 2900m war bisher mein höchster Punkt den ich erklommen hab. Von der Teide können wir auf die Zugspitze runterspucken… 3700m… immerhin sind es angenehme 8 Grad dort oben, also in Schweiß ausbrechen werden wir nicht. Da wir nachts unterwegs sind ist es nicht unwahrscheinlich das es auch mal an die 0 Grad geht. Vorbereitet sind wir, aber gegen dünne Luft hilft nur ne Sauerstoffflasche… All das schießt mir durch den Kopf als ich nach da oben schaue. Aber hey, man lebt nur einmal und das ich auf die Zugspitze wandern kann, oder 22km bis zum Subdome im Yosemite und zurück komme, hätte ich auch vorher nicht geglaubt. Wird schon 🌋🤭🌋

Nunja nach ein paar Bildern geht es weiter an Santiago vorbei wieder runter an die Küste – Steilküste um genau zu sein. 500m hohe Klippen die auf den passenden Namen „Los Gigantes“ hören. Mächtig gewaltig Egon, aber je weiter wir an die Küste kommen desto mehr sind wir vom Klima überrascht. Die Zone zwischen Gomera und Teneriffa ist die Sonnenseite der Insel. Hier gibt es eine Sonnengarantie da die Wolken ja vom Gebirge aufgehalten werden. Entsprechend drückend heiß ist es hier. Da es schon 14 Uhr ist und meine Verfassung ohne Frühstück entsprechend mies, reiten wir erstmal beim Italiener ein. Pizza, Cola, dann Strand – so der Plan. Bis Pizza und Cola sind wir gekommen, der Strand mit dieser Sonne, ohne Wolken und ohne Schatten Möglichkeit… wir beschließen kurzerhand nochmal näher an die Klippen zu kommen, für ein paar Fotos und eine Möglichkeit zu finden, in die Höhle zu schauen, die sich hier auch irgendwo unter den Klippen befinden soll. Naja die Höhle finden wir leider nicht, aber noch ein paar Fotos waren drin, als die Uhr dann schon 17 Uhr zeigt gehts zurück nach Puerto, etwas vom Strand wollen wir dann heute doch noch haben. Die Sonne scheint ja bis 21 Uhr weshalb es nicht wild ist, sich auch erst um 18 Uhr da hin zulegen. Da ich immer noch matt bin und flau im Magen lass ich die Junx allein zum Strand ziehen und mach es mir auf der Terrasse gemütlich. Ins Wasser ist heute sowieso keine Option und braun werd ich auch hier oben… also runter die Klamotten und ab auf die Liege. Ohne Menschenmassen gleich doppelt angenehm. Am Abend schaffen wir es dann endlich einen Schlachtplan für die kommenden Tage zu machen. Morgen gehts nach Santa Cruz de Teneriffe. Etwas Piano bevor wir dann abends um 0.30 Uhr losfahren werden an den Fuß des Pico del Teide… 30 Minuten 39 Jahre und dem Körper dann direkt mitteilen, was er gefälligst noch auszuhalten hat – Plan der Pläne 😂✌️💪

Erkenntnis des Tages: schon mehrfach dem Alkohol verfallen, schon mehrfach nicht klar denken können am nächsten Tag, und nie was draus gelernt… 🤦🏻‍♂️ Gibt halt doch Konstanten im Leben, ne ?!

[Tag 3]