Hi! Wir sind’s wieder die drei Musketiere im Urwaldklima. Heute steht kaum was an. Im Grunde nur die U.S.S. Kröte zurückbringen und dann die 3,4 km am Strand zurück in Richtung Hotel wackeln. Wir schlafen aus und sitzen irgendwann so gegen 11uhr im Auto. Erstmal Frühstücken und wer denkt, ein Sub geht immer… der irrt!
Skandalös bewegen wir uns zu Denny’s, das Frühstück hier sah so lecker aus! Eier, Speck und diese Kartoffelrösties mit gewürfelter Zwiebel – ein Träumchen. Die 6-inch oder ein Footlong mag keiner von uns so richtig sehen wollen. Wir schnabulieren gemütlich das Frühstück mit O-Saft auf, zahlen unsere 53$ inkl. Tax & Tip – ja auch Miami ist teuer – dann geht’s weiter. Zwar haben wir vergessen zu tanken, aber im Gegensatz zu Germany zahlen wir hier keine 5$ für die Gallone, sondern ganz übliche Tankstellenpreise. Wir stellen die Kröte demonstrativ zwischen einen roten Mustang und einen weißen Dodge, damit sich unser Brüllaffe mal anschauen kann, wie es richtig geht. Kilometer notiert, Schlüssel weg und ab zum Strand! 3,4 km zurück auf Höhe des Hotels – machbar, da sind wir schon andere Strecken gelaufen in diesem Urlaub. Meine Badeschlappen hatte ich glücklicherweise bereits an also hin und die Quanten in den Atlantik gehalten. Sand ist weich, grobkörnig und man versinkt bei jedem Schritt ordentlich. Wir laufen 500m, bis die Springflut wieder einsetzt. Weitere 500 Meter vergehen, bis die Jungs kapitulieren und vom Strand weg zur Promenade wollen. Ich lauf allein weiter, es ist schön aber auch schön anstrengend zugleich. Der Strand wird schmaler, kurze Pause drüben bei der Palme. Ich denke mir dass die Jungs mit ihrem D-Zug Tempo sicher schon weiter sind. 25th Street steh ich. Bis zur 14th muss ich noch – ich genehmige mir nach dem Gedanken weitere Minuten der Ruhe am Strand von Miami und schaue in die Ferne, bis die Uhr zuckelt. Nachricht von Chris “Wir sind hinter dir, wieder im Sand!” – Wieder im Sand? Was da denn los? Ich warte bis ich beide sehe und laufe zum Wasser runter. True Story – da beide ihre Badeschlappen nicht dabei hatten, konnten sie ihre Schuhe auch auf der Promenade wegen des ganzen Sandes nicht anziehen. Sie sind also von mir weg, durch den extrem heißen Sand gesprungen, zur Promenade, die auch nicht kühler war, dann umgekehrt weils nicht mehr ging, wieder über den Sand gestakst zum kühlen Wasser. Ich muss unweigerlich lachen, weil ich mir die beiden so vorstelle, wie sie über den Sand hüpfen “Uh! Ah! Fffffff! Heiß!” Als Leidensbeweis bekomme ich knallrote Fußsohlen zu sehen. Ich muss wieder lachen. Jetzt stehen sie da. TShirts durchgeschwitzt, Sturzbach am Körper auf Maximum. Aus der Sonne geht nicht, wegen dem Sand und in der Sonne geht’s auch nicht, wegen der Sonne. Ich muss immernoch lachen. Wir stehen am Strand der 25th Street und ich berichte von meiner Schattenpalme. Ich kann beide überreden nochmal durch den Sand zu springen zur Palme, diesmal kann ich zuschauen… ich muss lachen. Stefan ist ja das Cleverchen – springt 5 Meter und scharrt ein Loch, weil der Sand unten weniger heiß ist. Was ein Fuchs. Wir verharren im Schatten der Palme ein paar Minuten aus, bis der Sand geht und beide ihre Schuhe wieder anziehen können. Ich muss immernoch grinsen.
Wir trotten weiter. 19th Street, 17th Street – Stefan und ich beschließen sofort danach zum Strand zu gehen und ins Wasser zu springen. Chris will lieber in die City – jedem das seine. 15th Street. Der Weg nimmt echt kein Ende. Direkt am Strand wäre das echt hart geworden. 14th – endlich da, alles is nass eine Tätigkeit bleibt heute noch – nichts tun, schwimmen, treiben lassen und nach Haiflossen Ausschau halten.
Gesagt getan, ab in die Fluten. Das Wasser hat ungefähr die gleiche Temperatur, wie der Schweiß auf der Haut. Nach zwei Tauchgängen merkt ich, dass es auch ähnlich schmeckt… wir paddeln ne halbe Stunde, dann ne Ganze… man kann hier den ganzen Tag verbringen sag ich. Plötzlich brüllt es von hinten :”Isn’t that awesome!?” – ja klar, ist das hier fantastisch antworten wir! Wir kommen mit der Schoko-Frau von den Bahama Inseln ins Gespräch. Wir erzählen von unserer Reise, den Erlebnissen, sie erzählt uns von ihren around the World. Sie ist Ende 40, Anfang 50 und ein Lebensfroher Mensch, sympathisch. Sie erzählt, dass sie Filme macht, sie sei Producer, verantwortlich für das gesamte Projekt inkl der Budget-Verwaltung. Wir fragen was so für Filme? Fluch der Karibik 1,2,3 unter anderem… Stefan und ich schauen uns an, sagen aber nichts. Wir spielen einfach mit. Sie erzählt uns wie großartig Silvester Stallone sei und wie riesig Dwayne “The Rock” Johnson ist. Der übrigens täglich ein 4 Stunden Training hinlegt um die Figur zu halten. Wir reden über Politik, Trump & Hilary und dass bei Figuren für die USA wohl eine Katastrophe wären. Wobei Trump hier nur ein “stupid fuckin’ dumbass” sei… naja wir reden gute 90 Minuten mit ihr, bis die Uhr kurz nach 6 zeigt. Später im Hotel checken wir natürlich Ihre Story… Angela wird nicht als Produzent aufgeführt in den Credits. Schade, aber sie hat sich gut verkauft und hatte hier und da auch gute “Insider” Geschichten. 90 Minuten gute Unterhaltung – Danke Hollywood!
Wir lassen den Abend bei einem Kubanischem Restaurant ausklingen mit sehr leckeren Essen “Havanna 1957” – Empfehlung!
Morgen letzter Tag und ich weiß schon jetzt, was ich mache ![]()
Erkenntnis des Tages: Der Sand von Miami ist nicht zu unterschätzen