Letzte wirkliche Nacht im Paradies. Ich habe mir den Eintrag für gestern gespart – war zu kurz „Kula Kulala“…
Mehr passiert hier auch nicht. Es wird monoton und ich flüchte mich in meine Musik oder mein neues Hörbuch – Dan Brown Diabolus. Ist ein spannendes Buch kommt aber irgendwie nicht an die Bücher um Dr. Langdon ran. Ich lasse mich treiben… eigentlich nur von Essen zu essen, mehr mach ich nicht, will ich nicht und gib es hier auch nicht. Es ist der Urlaub wie er kommen sollte – Gammelurlaub. Das find ich ganz gut, aber inzwischen langweilt mich die Gammlerei und auch wenn es den anderen nicht so geht, ich bin froh dass es Freitag wieder nach Hause geht. Da bringt mich zu der Frage ob knapp 3 Wochen Urlaub dann doch in Summe zu viel sind, da wir auch letztes Jahr in den USA 3 Wochen hatten und in Miami dann in ein tiefes Loch fielen und ebenfalls happy waren, dass es bald zurück geht. Sind 3 Wochen zu viel? Ich bin fest davon überzeugt, dass ich ohne Safari schon eher an diesen Punkt gekommen wäre. 12 Tage Neptun geil und ausreichend! Wir hatten eigentlich noch eine kleine Schnorcheltour auf dem Zettel, aber irgendwie hatte niemand so richtig den Antrieb dort die anderen zu animieren. Stefan hatte Interesse, aber da wir im Open Wasser Schnorcheln, gab es da bei ihm bedenken. Gleiches Thema bei mir eigentlich… Open water mitten im Ozean… the Deep Blue
… Basti wäre mitgekommen, aber gefühlt ist das auch nicht sein Favorit. Er ist dann eher der Taucher und der Commander… ja der Commander enthielt sich der Stimme und war auf die Schokofärbung mehr fixiert als auf bunte Fischies im Wasser. Also hat man das Thema zwar angesprochen aber nicht aktiv getrieben, was die Ambitionen verebben ließ. Egal ich bin damit im reinen, mich treibt zwar die Langeweile, aber raus ausm Hotel nochmal durch die Armut reisen, nochmal Trinkgelder an Fahrer, Guide und Hans-Haste-Nicht-Gesehen verteilen. Da fehlen mir wirklich die Ambitionen. Abgesehen davon wollten Basti und Rinka nicht übers Hotel buchen, sondern „im Reisebüro vor Ort“ auf Empfehlung eines Urlaubers – kosten 20 anstatt 45 USD. Weil ich kein Bargeld mehr hatte und quasi nur überweisen konnte, fand ich diese Idee weniger prickelnd, auch bin ich eher der Typ der übers Hotel mehr bezahlt und im Zweifel reklamieren kann, oder auch versichert ist. Aber egal… ich glaube man merkt das ich leidlich bin. Ich will ehrlich gesagt wieder heim und ich nehme mich immer dann raus, wenn ich merke das Prinzesschen Stevina wird mies gelaunt und zickig wird. Müssen ja die anderen nicht drunter leiden nur weil ich nichts mit mir anzufangen weiß. Ich hab ja mein Buch, oder meine Musik – ist für mich wie ein Aus-Knopf und man kommt ins Sinnieren und es fallen einem viele Kleine Dinge ein. Sowas wie: Jeder weiße grüßt hier die Einheimischen mehrfach am Tag Jambo hier und Jambo da, aber wenn zwei weiße sich begegnen – Kopp runter und bloß nicht ansprechen. Vereinzelt klappt das ja, aber wieso ist das so? Seltsam! Woran ich mich auch erinnert hab ist der Weg wenn ich Mittags vom Zimmer zu den Liegen gehe – der Weg ist meist extrem heiß und es weht kein Lüftchen. Dann biege ich bei der Rezeption nach rechts ab und habe den direkten Blick auf den großen blauen Pool, der durch Palmen eingerahmt wird, das kleine Restaurant in dessen Mitte, links und rechts ein paar Liegen und im Hintergrund blitzt ab und zu das Meer durch. Der tiefblaue Himmel rundet das ganze Bild genauso gut ab, wie Klara
die im Zenit steht und richtig gut brennt. Ich habe das bisher jeden Tag gemacht. Hauptsächlich um mit trockener Hose zum Mittag zu kommen und um mich nochmal einzuschmaddern mit Anti-Klara-Creme. Ich glaube dieser Blick und dieser Moment… das werd ich in der Tat vermissen. Das ist nur was kleines aber irgendwie hat das was positives an dem ich Energie tanke und mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubert [Notiz an mich selbst: morgen ein Foto davon machen!]. Auch wenn das Lächeln nur von kurzer Dauer ist, denn ist man an den Palmen vorbei brennt dir Klara da Lächeln automatisch ausm Gesicht… Eigentlich komisch das gerade sowas mir Energie gibt. Aber es sind doch im Leben immer die kleinen Dinge, die Details die etwas besonders machen. Das ist zumindest das was ich die letzten Jahre für mich entdeckt hab und weshalb ich für solche Kleinigkeiten vermutlich ein Gespür entwickelt habe.
18:31 sagt die Uhr, gleich geht’s zum vorletzten Essen runter. Übers Essen kann man hier nicht meckern, aber die Vielfalt ist nur am Anfang überwältigend – wie in jedem AI-Hotel sicherlich – aber der Punkt an dem sich alles wiederholt – genau wie das Abendprogramm – ist schnell erreicht. Oh Gott da fällt mir ein, dass heute vermutlich der Michael Jackson Klon… nee warte „Clown“ wieder dran sein müsste. Also der, der zwar spitze getanzt hat, bei dem die Songs aber gefühlt doppelt so schnell angespielt wurden und Michael klang als sei er Front-Sänger der Chipmunks gewesen… oh bitte erspar mir diese Qual! ![]()
Der nächste Post wird zur Reise dann wohl der letzte Sein, der nochmal alles Resümiert. Habe ja 7h Rückflug und 4h Zug bis nach Berlin ![]()
Erkenntnis des Tages:
Nach 2 Wochen Urlaub werd ich zur Diva!