Hab den Tag gestern damit verbracht hier wieder anzukommen. Der Sansibar Futter und Schlaf Zyklus steckt mir immernoch im Leib, aber ich hab ja noch ein paar Tage, um wieder auf ein Nicht-Gammel Rhythmus zu kommen. Das Training geht kommenden Dienstag eh weiter. Spätestens da merkt mein Körper wieder wo der Hase läuft ![]()
Was fand ich denn am Urlaub eigentlich am Besten, oder was sind die Eindrücke und Highlights für mich gewesen? Das würde ich gern abschließend noch teilen, bevor ich das Kapitel Urlaub 2017 schließe und mich Final an das Video setze.
Die Fotos heute sind … ehm ja… „Outtakes“ eben von besonderer Brillianz, Grazie und in Schönheit schwer zu übertreffen ![]()
![]()
…aber gern der Reihe nach:
Die Safari
Ich kannte das Tsavo Gebiet schon und der erste Tag der Tour hat mich dann auch nicht so umgehauen. Da war der Fahrstil von Schumi Schubrakete schon schlimmer. Ich frage mich immernoch wie wir da lebend und ohne Schramme durchkommen konnten. Ich mein links fahren und schnell fahren, bin ich von unseren Autobahnen ja gewohnt, aber die Risikobereitschaft dort toppt alles. Aber ich schweife ab… Safari… das erste Wow Erlebnis war die Ol Tukai Lodge für mich. Unser Zimmer direkt mit Blick auf die Sumpf-Ebene wo sich Zebra und Gnu gute Nacht sagen und Elefanten neben Nilpferden genüsslich vegetarisch Dinieren. Der Amboseli Nationalpark – von der Safari her mein Highlight, wegen der Tiervielfalt und Tieranzahl. Da hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht. Tsavo West war abgesehen von der Lodge… ein Reinfall. Auch wenn sich so ein Such-Gefühl einstellte, am Ende war es ganz viel Stein, Gestrüpp, DickDick‘s und noch viel mehr nichts. Vielleicht hätten wir ja auch einfach nur Pech – ganz bestimmt hatten wir das – von daher…
In Summe also Safari gut, schöne Bilder gemacht und viel Spaß gehabt. Der Sonnenaufgang und -Untergang im Amboseli neben dem Kilimandscharo… ist mein Eindruck den ich mitnehme und ich möchte behaupten: eine dritte Safari wird es zukünftig bei mir nicht geben.
Das Bamburi Hotel / Mombasa
… sorry – ich korrigiere – das an die Stadt angepasste Drecksloch und die Absteige für lüsterne Greise… wow, da möchte ich am liebsten meine Kohle zurück verlangen. Fliegt ihr nach Kenia – bucht nicht das Bamburi Beach Hotel – Reisewarnung!
Fly540 & Condor
Okay ich weiß der Vergleich hinkt etwas. Ich möchte aber nochmal lobend erwähnen, dass ich von Fly540 positiv überrascht war. Okay die Maschine war klein, der Flug war kurz, aber man hatte einfach mehr Beinfreiheit als in der Condor-Sitzpresse. Auch waren die Sitze gepolstert und nicht aus Stein. Der Flug war wirklich angenehm. Für 40 Minuten gabs sogar ein Snack (Lecker Zimtschnecke) der irgendwie zwischen Steigflug und Landeanflug im Eiltempo unter die Leute gebracht wurde – Empfehlung für Fly540! Für Condor… ich habe mich letztes Jahr schon gewundert, dass bei United Airlines, alles extra kostet. Bei Condor gab es das Entertainment Plus auch für den Extra-Rubel. Ich glaub das wir ein Trend und die Holz-Klasse wird mehr und mehr zu dem, für das sie verschrien ist. Ein Upgrade für Entertainment und vorallem Beinfreiheit wird beim nächsten Langstreckenflug ab 5h+ definitiv geprüft.
Neptun Pwani Beach Resort
Ich denke da gibt es nicht so viel hinzuzufügen. Für unsere Region um den Pwani Beach – das beste Hotel! Haben uns auch die anderen mal angeschaut und musste das einfach mal so festhalten. Mit dem Neptun macht man nichts falsch! Ja über die Shows am Abend kann man sich streiten, aber ich gehe fest davon aus, dass gleiche Leute in den anderen Hotels auch zu finden sind. Womit ich nicht gerechnet habe, waren die 80% Deutschen Urlauber. War ein bissl wie auf Mallorca. Das schönste im Hotel für mich: Rinka… ähm nee, der Gang vom Zimmer in Richtung Pool und der Blick auf die Anlage aus Richtung Rezeption.
Kenia / Tanzania / Sansibar
…die Gegend könnte so schön sein. Armut wird hier von Korruption regiert, das sieht man an jeder Ecke. Als Europäer damals wie heute ein erschreckendes Bild. Was am meisten Störte habe ich schon oft erwähnt – der dreck und der Müll, überall, in jedem Winkel. Da kann die Gegend noch so schön sein, das fällt einfach auf und erschreckend ist es, dass die Einheimischen damit kein Problem haben. Im Hotel alles geleckt für die Gäste, aber dass was man im Hotel betreibt – Sauberkeit, Hygiene und Ordnung – das ist vor der Hoteltür gefühlt nur der Mumpitz und die verschrobene Sitte aus anderen Ländern. Pole Pole und Hakuna Matata – ich glaub das hat sich als Lethargie in die Köpfe vieler Generationen dort gebrannt. Man lebt in den Tag hinein und beschäftigt sich mit banalen und belanglosen Dingen – „Business“ auf ostafrikanisch. Sowas erschreckt mich und ehrlicherweise schreckt es mich auch ab. Auch ein Grund wieso eine Safari für mich dort nicht mehr in Frage kommt. Ist es in ganz Afrika so? Das wäre mal zu erkunden… Namibia und Südafrika wären noch Ziele, die ich auf dem Zettel habe und die als Vergleich heran gezogen werden könnten. Aber das wird sich mindestens noch 5 Jahre hinziehen. Afrika nach den letzten Erlebnissen für mich erstmal Tabu und uninteressant. Gibt ja noch zwei drei andere Flecken auf der Welt, wo es was zu entdecken gibt.
Highlights generell
Es gab für mich zwei Highlights auf der Reise. Das erste begegnete mir aus Sansibar, direkt in Stone Town. Ich liebe Reisen auf denen ich was sehe, die mich bereichern und im besten Fall meinen Horizont erweitern oder sogar Sichtweisen verändern. Die Sklaverei – nie zu vor wurde ich mit dem Sklavenhandel so direkt konfrontiert. Scheiß auf das Wissen aus dem TV – 12 Years a Slave zeigt nicht annähernd das was in Afrika abging. Da war ich schon echt schockiert und gleichzeitig beeindruckt, wie man damit in Sansibar umgeht. Vielleicht hat der Tourismus und die Geldschiene den Umgang damit „leichter“ gemacht, aber in Summe für mich ein Aha-Erlebnis, was ich so nicht erwartet habe und was deshalb den Platz ganz oben auf der Highlight-Liste verdient hat.
Das zweite Highlight? Ja dafür würde ich gern kurz zurück springen zum Tag 12. Ihr erinnert euch? Da hab ich euch was vorenthalten und weil ich den Text dazu bereits getippt hab und ihn im Nachgang nur wegen Susi kürzen musste – ganz üble journalistische Zensur – füge ich den Originaltext hier abschießend noch mit ein. Wir sind also schon auf Sansibar. Zwölfter Tag des Urlaubs. Das übliche brutzeln in der Sonne neigt sich dem Ende und der Abend des 23.9. steht vor der Tür:
„…Nunja die restliche Zeit bis zum Abend verbringe ich im Pool und in der Sonne, was ne Überraschung… aber der Abend soll ja noch spannend werden.
Wir gehen ins Zimmer und müssen erstmal feststellen, das unsere Klimaanlage ausgestiegen ist. Nach Tagelangem Dauerbetrieb, ist sie dann wohl doch direkt in den Streik getreten und läuft einfach mal aus
naja wir müssen eh vor den beiden Turteltauben runter – Stefan muss nochmal die Lichtverhältnisse testen – also gehen wir zur Rezeption, berichten von unserem Dilemma – ich bin gespannt ob die das bis zum schlafen gerichtet haben – und gehen dann direkt zum Strand. Der Tisch für Basti und Rinka ist bereits aufgebaut und sieht für meine Begriffe echt schön aus. Der reicht locker für ein ramontisches Dinner direkt am Strand oder eben dass was es werden soll – der Antrag fürs Leben. Ich glaube als ich unten bin, bin ich gefühlt aufgeregter als Basti, denn ich gehe davon aus, dass wird für ihn ein Homerun. Was soll passieren? Für mich ist das Arsch und Eimer die beiden passen einfach optisch, geistig und von ihrer Art zusammen. Seit fast einer Dekade ein Paar und turteln immernoch bis zu meiner Schmerzgrenze rum. Wieso also sollte sie Nein sagen?! Dazu gibts keinen Grund. Schon als wir die Gegend inspizieren und ich nach beiden Ausschau halte, kommen mir die Tränen. Ich bin bei sowas herzlichem immer nah am Wasser gebaut und wie ich das alles so sehe, sehe ich was ich damals alles in den Sand gesetzt habe. Oder anders gesagt, einfach hätte besser machen sollen und können. Ich fühle mich unweigerlich an damals erinnert. Ein Nein – soviel sei an der Stelle erwähnt wünsche ich niemandem. Für mich damals… leider… teilweise verdient. Aber bei sowas spielen immer mehrere Faktoren eine Rolle und eine Schuld zuweisen oder Gründe für das Nein zu suchen… bringt nichts – soviel hab ich aus heutiger Persepektive immerhin dazugelernt. Damals gab es noch andere Blickwinkel, aber wer will denn schon in der Vergangenheit rumstochern?! [Liebe Grüße an mein Baby
]
Auf einmal waren sie da, Stefan unser Star-Fotograf, extra aus Germany eingeflogen, und ich stehen leicht abseits dass Rinka uns nicht sieht, und Evt. schon vorab den Braten riecht. Also sitzen wir beide versteckt und zusammen gekauert zwei Ecken weiter. Rinka hat uns nicht gesehen, aber Basti – ideal! Wir warten auf die Flasche Champanger, denn danach will er direkt zur Tat schreiten. Der Korken knallt und die Gläser werden angestoßen. Als Basti aufsteht und den Kniefall macht, schießen mir direkt wieder die Tränen in die Augen. Ich freue mich einfach so sehr für die Beiden. Stefan ist im Element und knipst auch den Moment wo der Ring am Finger landet. Super Timing, wir beide gratulieren noch fix – der alte Mann braucht ne weitere kurze Auszeit – und dann gehen wir von Dannen. Ist deren Abend, da haben wir nichts verloren. Für mich ein Highlight vom Urlaub und an dieser Stelle sei auch noch mal alles erdenklich Gute für die Zukunft gewünscht!
So, ich sitze gerade noch bei der Abendveranstaltung. Irgendwelche Akrobaten springen hier über den Asphalt, aber dafür hab ich grad Null Sinn und Nerv. Ich beruhige erstmal mein Gemüt mit einem weiteren Gläschen Kilimanjaro Bier und nachher zur Sicherheit auch mit nem kleinen Amarula – Schokolikör – oder wie wir ihn getauft haben einen Schlummerula, weils sich besser mit einem einschläft
Die frisch Verlobten sitzen immer noch einen Katzensprung entfernt, aber soweit abseits, dass sie unter sich sind. Wirklich gut gemacht vom Hotel…
23.09.2017
Alles Gute für die Liebe!
Erkenntnis des Tages:
Es erstaunt mich immer wieder wie man im Laufe der Zeit immerwieder an der Vergangenheit erinnert wird und einen komplett anderen Blickwinkel auf viele Dinge erhält. Das Leben ist schon sehr erstaunlich ![]()
…“
Ich danke euch an der Stelle nochmal für das Teilhaben an unserem Urlaub. Es ist für mich auch immer schön zu wissen, da draußen gibt es Leute die deine „Romane“ lesen ![]()
Danke Danke Danke & bis zum nächsten Urlaub ![]()