Der Krieg der Schnarcher ist dank präventiven Nasenspray heute zwar ausgeblieben, aber ich bin dennoch wieder wach. Heute dafür erst um 3:39 Uhr – 💪 da kann man ja schon fast vom Durchschlafen reden! Der Tag war aber auch knackig und die Uhr sollte am Ende gute 20.000 Schritte anzeigen, die wir in SF trotz Hopp On&Off Bus gelaufen sind.

Was mich sehr freute, ohne Absprache waren beide Zimmer so gegen 8:30 Uhr ready to go und alle hatten ein gemeinsames Ziel: Subway – denn ein Sub geht immer ☝️😂 Frag mich nicht wieso das jetzt hier wieder so losgeht, aber ich finds gut! Sogar der Commander war dafür und das ist bei ihrem speziellen Geschmack keine Selbstverständlichkeit. Wir also schnell gefuttert und dann direkt zum Bus und auf zur Mutter aller Brücken, zur Brücke mit der höchsten Selbstmordrate und dem dennoch makellosen Weltweiten Ruf. Der Cabrio – Doppeldecker Bus bringt und direkt zur Brücke. Das David beinahe einen Arm abrasiert bekommen hätte sei hier nur kurz erwähnt. ProfiTipp für alle zukünftigen SF-Besucher: Bei Cabrio Bussen die Arme nicht aus dem Bus strecken, denn die Ampeln samt messerscharfen Sonnenschutzblechen haben exakt die gleiche Höhe und Rauschen nur circa 20-30 cm am Bus / Kopf vorbei 😲🚫🤳🏻

Auf der Nordseite der Golden Gate angekommen geht die Reise gleich zum besseren Aussichtspunkt weiter. Zu Fuß unter der Brücke durch und ein paar 100 Meter den Weg hinauf zum verlassenen Bunker. Was mir hier schon auffällt: die Dynamik der Gruppe ist fantastisch. Wir sind zu fünft unterwegs und irgendwie mischen sich die „Abschnittslaufpartner“ alle paar Meter so dass jeder irgendwann immer mit jedem quatscht. Keine gesondertes Grüppchen was sich hier bildet, sondern ein Team – Stefan mit Basti, der Commander mit David, dann wieder David mit Basti und mir, usw. bunt gemischt, richtig gut – i like und es fühlt sich gut an, was die Laune und das Urlaubsfeeling noch weiter hebt. Ohnehin hat sich bei mir nach der längeren Mütze Schlaf von letzter Nacht eine gelassenere Stimmung eingestellt und da auch das Wetterchen heute besser ist – fühlt sich der Urlaub endlich an wie Urlaub 👌❤️🇺🇸

Wir nutzen die Zeit und machen mehr als genug Fotos Brücke mit uns, Brücke ohne uns… uns ohne Brücke [Touri-Modus: on]

Zurück in Richtung City geht’s dann zu Fuß über die Brücke zur Südseite – ProfiTipp: immer links am Geländer laufen, die Fahrradfahrer sind Kamikaze Bomber und geben nur 1 Warnklingeln kurz vor dem Aufprall ab. Richtig verrückt! Kaum zu glaube, aber wahr – ohne trödeln brauchen wir in der Tat gute 40min um die Brücke zu überqueren. Da die Alcatraz Fähre in gut 60 Minuten schon boarded, bleibt uns nur wieder der bequeme Uber bis zum Pier. Diesmal auch ein normalo und kein fahrendes Hühnchen 😁. Kurz am Pier noch was gefuttert, stehen wir auch schon in der Warteschlange und mich nervt so eine kleine lästige Fliege. Man könnte sie auch Vorbote zur Geruchshölle betiteln… das Schiff legt ab und wir stehen am Bug um Titanic zu spielen, nur mit ohne Unterwegen 😜

Je näher wir der Insel kommen, desto öfter weht uns keine frische Luft mehr um die Nase. Die ganze Insel ist ziemlich windig, auch die permanente Dauerklima und Luftwechselanlage helfen nicht. Für die einen ist es der spannendste Knast auf Erden, für mich in den ersten Minuten das größte frei begehbare Freiluftklo für Möven – ja Möven. Die nisten hier wohl und das finden die Amis so toll, dass das erhalten bleiben soll. Dass auf den Dächern neben der dicken Dachziegelschicht, eine ebenso dicken Schicht Möven-AA liegt die von hier bis nach Timbuktu 3 Meilen gegen den Wind stinkt, dass ignorieren wir einfach mal. Nachdem alle von uns mit ersten Würgereizen kämpfen, stiefeln wir nach oben. Einen Großteil der Insel kann man selbst begehen und erkunden. Da wo Häuser nur noch Runinen sind, schützen uns Zäune vor der Zentimeter dicken Möven-Verdauungs-Schicht. Fun Fact, neben der Geruchsbelästigung haben sich hier kleine Fliegen / Wespen / Nervtöter angesiedelt, für die hier auch netterweise Fächer zum wegwedeln zur Verfügung stehen. Quasi wie zu Hause buchstäblich die Fliegen die sich um den Haufen tummeln, nur mit dem Unterschied, dass der Haufen hier eine Länge von 500 Metern hat und ich 40$ bezahle um darauf rumzulaufen…

[Anmerkung der Redaktion: mein natürlicher Wecker mit dem Klingelton Presslufthammer ginge gerade wieder draußen los. Dh es ist jetzt 04:30 Uhr und die erste Bauarbeiter Schicht ist am rotieren…]

Nunja, nachdem wir jede Ecke des berühmten Kothaufens erkundet haben, gehen wir zum eigentlichen Highlight – einer Audiotour. Und wenn ich Highlight sage, dann ist es diesmal keine Ironie. Die ist wirklich gut! Man bekommt ein Gerät um den Hals und Kopfhörer dazu und wird individuell durch den gesamten Knast geleitet. Bekommt Information über den Tagesablauf, die Insassen, die Wächter, das Leben auf und mit der Insel, gespickt mit einigen Geschichten zu Ausbrüchen, oder etwa der Schlacht um Alcatraz. Richtig richtig richtig gut gemacht!! Absolute Empfehlung und für mich schon jetzt eines der Highlightes des Urlaubs – ja auch ein AA-Haufen kann es auf die TopListe schaffen 🤙 und wisst ihr was das geilste war, während wir durch die Gänge schlürften und den Geschichten lauschten, kam draußen ein richtig gern gesehener Gast vorbei und lies die Temperaturen auf 20 Grad steigen bei schönstem blauen Himmel ☀️☀️☀️ der Urlaub beginnt 🤗

Nach gut 2h frischer Inselluft nehmen wir die fast letzte Fähre wieder zurück ans Festland. Die schon tiefhängende Sonne lässt die Golden Gate erstrahlen und das Wasser darunter in der ganzen Bay funkeln. Richtig schöner Rückweg nach Frisco!

[Anmerkung der Red.: David sein Nasenspray gibt den Geist auf… ich glaub es geht jetzt wieder los … 😩]

Die Abendgestaltung ist leicht gefunden. Sonnenuntergang am Pazifik mit dem Ziel die Brücke bei tollem Licht zu knipsen. Also kurz ins Hotel – das restliche Equipment von Stefan eingesackt und per Uber-Taxi zum Strandgefahren. Der Fahrer diesmal war redebedürftig und wollte unteranderem von uns wissen wie wir denn zu Gras & Drogen stehen. Dass niemand von uns das je probiert habe, kaufte er uns irgendwie nicht ab… 🤷🏻‍♂️

Am Baker Beach angekommen ist die Sonne schon richtig tief. Man sieht sofort dass sich der liebe Gott hier mit der Szene sehr viel Zeit fürs Detail genommen hat. Eine richtig schöne Ecke am Nordfuße der Brücke. Stefan ist direkt in seinem Element und knipst mit Körpereinsatz und Kampf mit den Wellen um das perfekte Foto. Das eine Welle ihn erwischt und auch seinen Rucksack unter Wasser setzt ist ärgerlich, aber hält den Profi nicht von der Arbeit ab. Mit Nassen Socken und Hosen wird hier weiter gemacht, während die Anderen auf den Felsen umher turnen oder die Zeit am Strand genießen und den Tag auslaufen lassen… Fotos jedenfalls haben wir genug 😋😋😋

Erkenntnis des Tages: egal am welchen Ende der Welt du dich befindest – Kaka riecht immer gleich oll 😩😒🙈

[2. Tag]