Der vierte Tag… oder wie ich ihn nennen würde der Fick-Dich-Tag. Sorry für die Worte, aber ich bin geladen…

San Francisco ist toll, reicht aber auch für drei Tage. Die Stadt ist hektisch und zumindest in downtown wo wir meist sind, stinkt es, sind zu viele Bekloppte und Verwahrloste. Es gibt sicher noch andere Ecken in denen es normal zugeht aber puh mir reichts schon wieder und ich glaub da spreche ich für die Gruppe. Zumal unsere Reise heute erst beginnt… Yosemite steht auf dem Plan, vorher noch das fahrende Haus besorgen und auschecken. Klingt alles sooo einfach, aber es sollte anders kommen. Wir beginnen um 8.30 Uhr mit dem Daily-Sub, weil das immer geht, soweit so normal. Wir holen dann den Chevvy Suburban ab sind auf dem ersten Blick nicht enttäuscht. Aber auf dem zweiten Blick haben wir einen defekten Blinker und einen defekten Sitz/Griff/Hebel irgendwas. Am Sitz ist jedenfalls noch ein Stummel und der Griff liegt entspannt daneben. Hilft nix, wir fahren zum Hotel um fix auszuhecken und dann nochmal zu Avis um den Mangel bekannt zugeben und ne Lösung einzufordern. Reparatur geht wohl nicht, weshalb Sie uns nen Zweiten Suburban auf die Straße stellen. Problem jetzt die Sitzkonfiguration der zweiten Reihe ist anders als beim Ersten. Mit anderen Worten wir fünf brauchen eine zweite Sitzreihe, mit lediglich zwei sitzen. Sonst erleidet die dritte Sitzreihe hinten auf 4000km Roadtrip Platzangst, oder kommt nicht mehr aus der gequetschten Embrional Stellung aus dem Auto. Lösung: ein Dritter Chevvy muss her. Ham se in der Post Street leider nicht, weshalb wir zum Flughafen müssen, da stehen nicht nur 150 Avis Autos, sondern 1200 – nagut, mit ner Chevvy Krücke wollen wir auch nicht fahren also hin da. Wie erwartet kurze Verwirrung am Anfang, aber nach nun mehr weiteren 30 Minuten können wir endlich auf Reisen gehen. Das wir inzwischen schon über 2h Verballert haben ignoriere ich und stelle mich darauf ein doch wieder im Dunkeln im Park anzukommen – Schade aber sei es drum. Die nächste große Klatsche bekommen wir dann von Hertz. Da ja drei von uns über morgen weiter nach L.A. fahren, zwei hier bleiben und wir uns dann am Dienstag wieder in Las Vegas treffen, brauchen wir noch ein Auto. Da wir morgen wegen dem Halfdome zeitlich kein Auto besorgen können und Samstag alle sinnvollen Miet-Stationen geschlossen sind, müssen wir heute eins mitnehmen und das z.z. – ziemlich zügig denn nach Mittagspause und einigen Staus zeigt die Uhr schon 15 Uhr an. In 3h machen alle Miet-Butzen zu und wir stehen da wie Pik7… In der Nähe sind nur zwei der großen Verleiher – Enterprise und Hertz. Bei Enterprise will man uns lediglich einen RAM1500 überlassen. Ein PickUp Truck, der nun wirklich zu fett und unnötig wäre. Nächster Versuch Hertz – Ja die haben einen Toyota Prius, kleiner geht’s wirklich nicht. Wir brauchen den bis 4.9. und da der 3.9. ein Feiertag ist, gibt es ordentliche Preise die mich aus den Latschen hauen – 705 miese Dollar Knöpfen die uns für diese Klapperkiste ab. Ich bin sprachlos, aber wir haben die Wahl zwischen Tour anpassen und mit nach LA fahren oder in den Prius steigen und das Hotelzimmer im Yosemite nicht umsonst gebucht zu haben. Wir beißen in den richtig sauren Apfel und nehmen die Drecksschleuder mit. Brüllaffe 2.0 sag ich nur. Kickdown der Automatik bei jedem noch so winzigem Gasgeben – oh mein Gott wie ich diesen Wagen hasse. Diese ganze Nummer mit den Autos heute hat uns richtig Zeit gekostet. In den Park fahren wir schon bei Nacht rein und verpassen damit die ersten einstimmenden Kulissen. Es ärgerlich mich maßlos hier nicht schon vorgebucht zu haben, da wir damit wesentlich günstiger gefahren werden. Selbst als wir in der Unterkunft angekommen sind, können das richtig geile Loft was Rinki gefunden hat und der unfassbar klare Sternenhimmel inkl. Milchstraße mich nicht mehr wirklich aufheitern. Selbst Basti bekommt von mir einen Anranzer, der mit im Nachgang sofort leid tut. Aber egal… morgen Half Dome… morgen 12h abseits der Zivilisation… morgen Natur, Ruhe und Kampf gegen den inneren Schweinehund. Ob ich’s schaffe? Das weiß ich nicht, aktuell fühlt sich alles gut an. Die Kondition ist besser als in 2016. Gleiches gilt für die Vorbereitung insgesamt. Ich weiß was auf mich zukommt… 1500 Höhenmeter auf 11km… Tasche ist gepackt da wir schon um 5.30 Uhr aufstehen um 6.30 Uhr im Auto zu sitzen. Deshalb muss ich mich hier heute kurz fassen, da ich kein Internet habe und die Nachricht erst morgen früh absetzen kann, wenn wir im Valley sind. 23.30 sagt die Uhr hier und ich sage dazu für heute gute Nacht und möge die Nacht diesen Tag vergessen machen…

Erkenntnis des Tages: was du heute kannst besorgen, das verschiebe nie auf morgen…oder übermorgen… oder auf den Tag wo du es direkt brauchst…

[4. Tag]