Letzter Tag im Yosemite! Zumindest für uns, die drei Ausreißer brutzeln sich heute am Strand von L.A. und wir nehmen die Bundesstraße 120 quer durch den Park nach Osten. Wir haben bisher ja nur den westlichen Teil gesehen und ich muss gestehen der restliche Teil des Parks überzeugt im gleicher Schönheit – nein ich bekomme hierfür kein Geld #Advertise![]()
Wir fahren bergtypische Straßen hoch, quer, runter und durch. Halten hier und da an, sehen fantastische berglandschaften in Dimensionen, die ich so selbst in den Alpen noch nicht gesehen habe. Wie wir lernen konnten, formte einst Lava die riesigen Granit Blöcke, die dann später in der Eiszeit durch Gletscher ihre heutige Runde und Glatte Form erhielten. Gleiches gilt für den Half Dome, bei dem vermutet wird dass natürliche Erosionen ihm im Laufe der Zeit seine aktuelle Form verpassten. Genau kann das jedoch keiner sagen. Auch der Guide am Olmsted Point (da wo wir den Half Dome mal von der anderen Seite inkl. SubDome sehen) ist bei dieser Frage restlos überfragt. Er macht jedoch auch den Fehler in unserer Gegenwart vom Half Dome Hike zu sprechen und erzählt was von „Bottem to the Top about 8 Miles!“ … da platzt unseren Füßen die Schuhschnur und sie fühlen sich in ihrer Leistung gekränkt, weshalb wir einschreiten und ihn mit (High-)Tech-Fakten konfrontieren, die alle um uns herum spannen finden, aber er sich nicht erklären kann… also den Fakt wieso 11 Miles geschrieben steht, aber es defacto massiv mehr Kilometer sind. Naja für ein paar Minuten war der Guide und sein Fernrohr, was genau auf die Dome Cabels gerichtet war, abgesagt und wir durften berichten wie hautnah und absolut grausam diese Erfahrung des Half Dome Hikes ist.
hab jede meine SubDome Erfahrung in den Ring geworfen, wie ich leichten Fußes und absoluten Mutes die flachen Stüfchen des SubDomes hinauf getänzelt bin… Elfengleich ![]()
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Iron-Man für 2 Minuten ![]()
Nunja, wir Düsen weiter durch die Granitwelt des Parks. Dabei bewegen wir uns in einer Höhe zwischen 2800 und 3000 Metern. Um uns die Berge kratzen an der 4000 Meter Marke, einige wenige mit kleinen Schneefetzen. Hier und da ein Gebirgssee die ein Ausflugsmagnet sondergleichen darstellen. Die haben aber auch eine Kulisse, Wahnsinn! Stefan fragt ob wir nicht mal kurz halten wollen um die Stimmung ein zu fangen – Stev sagt: nöö brauchen wir nicht, wir sind doch auf dem Weg zum Mono Lake, der hat die identische Kulisse mit türkisblauem Wasser! Lass uns da hin und auch gleich eine größere Pause machen. Gesagt getan, also ab über den Tigoa Pass auf 3000m Höhe bei angenehmen 18 Grad und hinunter ins Mono Basin. Auf den Weg dahin begleitet uns einmal mehr ein gewaltiger Blick hinunter in ein Tal – richtig gut, auch wenn die Vegetation hier im Sommerurlaub zu sein scheint. Gibbet nur Jeröll und Sand, wa… das allerdings gestapelt auf 4000m in die Höhe ![]()
Als wir weiter unten dann um die Ecke biegen und einen Blick auf den nicht kleinen Mono Lake bekommen, fällt uns sofort nur ein Wort ein: Baggersee. Der ach so tolle Mono Lake wird von einer Stein Wüste umgeben. Sieht schon mal sehr komisch aus… als wir dann näher dran sind, 3$ für irgendwas zum parken bezahlen, offenbart sich uns… nichts! Der See ist ne Schlammgrube, befüllt mit Fliegen und Fliegenlarven, weshalb sich darum Möwen sammeln, weshalb deshalb alles voll gesch… ist, weshalb es deshalb riecht wie auf Alcatraz, weshalb wir nach zwei Bilder weiter ins Death Valley fahren #MonoLake#Reinfall#WarumNichtAmGebirgsseeHalten
Naja die Fahrt geht dann um so schneller weiter. Wir sind inzwischen auch von den 16 Grad im Yosemite auf angenehme 27 Grad hoch geschossen. Als Ziel suchen wir uns Beatty aus, ein Ort kurz hinter dem Death Valley, sodass wir dieses durchqueren müssen. Das Valley ist nochmal ein Ort der Extreme, man wird vorgewarnt die PrimaKlima im Auto auszuschalten, um nicht umzukippen, wenn man die Tür aufmacht und mit einem heißen Ganzkörperfön angeblasen wird. Wir halten an einer der trockenen Salzflächen im Valley und halten es tatsächlich 10 Minuten aus bei 44 Grad oder 112 Grad Fahrenheit. Ein Stück weiter stehen wir mitten in Sanddünen bei gefühlten 8000 Grad Fahrenheit. Wieso das Tal „Todes Tal“ heißt wissen wir nun, aber für ein Sonnenuntergangsfoto, reichts bei uns dann doch nicht. Wir kapitulieren und ziehen von dannen. Das Motel in Beatty ist frisch gebaut und auf angenehme -40 Grad herunter gekühlt. ![]()
so lässt sich der Tag entspannt ausklingen…
Erkenntnis des Tages: America hat auch den größten Backofen der Welt ![]()
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