Achter Tag einer sehr gegensätzlichen Reise. Die Temperaturschwankungen hier sind immens und wir befinden uns aktuell immernoch in Beatty, ein kleines Kuhkaff 100 Meilen nördlich von Vegas. Das Beatty ein Kuhkaff ist und Vegas eben Vegas, hat Beatty wohl ignoriert, denn Beatty denkt es sei Begas und hat auch schon an jeder Ecke Casinos aufgebaut, in denen aber keine Menschenseele ist. Naja, irgendwie werden die Ihre Lichter hier schon bezahlt bekommen, da bin ich mir sicher. ![]()
Für uns geht’s heute ins richtige Vegas, aber bevor wir dort ankommen, machen wir einen Abstecher ins Valley of Fire – klingt fantastisch, war auch wirklich nett anzusehen. Ob der Name jetzt von der Optik des Canyons kommt, oder weil man sich bei extremer Hitze alles verbrennt, konnte ich leider nicht genau eruieren. Fakt ist das Valley ist dank roter, gelber Felsen Maserung prädestiniert dafür eine Flamme zu sein. Die Formationen erinnern ein bisschen an „The Wave“ – nördlich vom Grand Canyon. Wir entschließen uns durch das Valley zu fahren, bis nach ganz hinten durch, dort soll ein „white Dome“ sein, quasi der Michael Jackson unter den Roten Bergen hier. Als wir aus dem gekühlten Brüllaffen aussteigen bläst uns erstmal der heiße Fön wieder voll ins Gesicht, der Schweiß verdunstet instant auf der Haut und meine Kontaktlinsen möchten am liebsten sofort zu Staub zerfallen. Wir schreiten voran vorbei an Schildern, die für heute „Extrem“ Hitze bescheinigen und das der Hike um den Michael Jackson herum nicht recommanded, also nicht empfohlen wird. Donald Trump hat auch keiner Empfohlen, Präsident geworden isser trotzdem, also den Yolo-Mode angemacht und ab auf die Wanderung bei 105 Grad Fahrenheit im Schatten. Wird schon… dachten wir bevor wir die erste Steigung begonnen hatten. Sandig isses, wie das erklimmen einer Düne. Oben angekommen… erste Pause ![]()
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Junge is das heiß. Für ein Paar Fotos reicht meine Motivation noch. Wir gehen weiter und die Ecke hier der MiniCanyon ist definitiv sehenswert. Schön zerklüftet, aber die Felsstrukturen dann doch geschwungen, sodass wieder Ordnung ins Bild kommt. I like, aber I zerfließ! Eine kleine Schlucht bringt Schatten und kurze Abkühlung. Wir sind bereits am Scheitelpunkt des kurzen Hikes angekommen, dh ich muss es nur noch zurück schaffen ![]()
den Sinn für das Bild hab ich nach weiteren 300 Metern aufgegeben, auch Stefan ist von der Foto Qualität von „ein Foto machen“ auf „schnell mal noch was knipsen“ gefallen. Zumal ihm die Suppe „etwas“ mehr von der Nase tropft als mir… ich glaube ich hatte eine Schweißperle auf der Stirn am Ende. Wieso das bei mir so ist, ist wohl eins der Sieben Weltwunder ![]()
Zurück im Brüllaffen darf der natürlich in puncto Klima zeigen was er kann mit PrimaKlima Stufe 4 geht’s zurück in Richtung Vegas. Direkt zum Flughafen, denn wir müssen ja unser 704$ Teures Geschoss zurück geben, aber morgen wird wieder Chevvy gefahren. Im übrigen ein Tipp an alle Roadtrip freudigen, fahrt nie mit einem Toyota Yaris durch die USA, wenn ihr nicht auffallen wollt. Wir hatten die Blicke auf unserer Seite, soviel stand fest. Es waren belustigte Blicke, Mitleidsvolle Blicke und ab und zu auch herablassende Blicke. Wenn jedes Zweite Auto den Yaris im Kofferraum verstauen kann, ist das nachvollziehbar, aber er und seine 4 Gänge haben den Dienst getan und uns sicher nach Vegas gebracht, nichts weniger war der Auftrag. Am Flughafen beim Abgeben dann die Überraschung – wir hatten ja eigentlich bis morgen gebucht, weil wir nicht dachten es bis 16:30 nach Vegas zu schaffen. Deshalb ein Tag eher da und siehe da Hertz hat uns in der Tag den einen kürzeren Tag wieder gut geschrieben. Endsumme jetzt also keine 704$ sondern nur noch…380$ ?!? Ein Tag knapp die Hälfte weniger???… What the fu**…. egal, nicht fragen, hinnehmen und beruhigt ins Hotel fahren. Um ehrlich zu sein, mir ist bei der Summe dann doch ein Stein vom Herz gefallen, da sich diese auch wieder mit der deckt, die ich im Vorfeld recherchiert habe. Die Welt ist jetzt für mich wieder im Lot und ich kann das Abendessen auf dem Strip genießen. Selbst das Corona Bier für 8,50$ geht runter wie Öl ![]()
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raus damit wer brauch das schon?!
Wir gehen den Abend noch den Strip entlang, schauen in das ein oder andere Geschäft. In das eine kurzer weil die TShirts 200$ kosten, in das andere wiederum länger, aber das ist „Secret“ ![]()
Der Brunnen vor dem Bellagio hält uns wieder auf und wir schauen dem Spektakel 3 mal alle 15 Minuten zu. Die Hitze ist schon aus der Stadt gepustet, weshalb es auch wirklich angenehm ist dort zu stehen und einfach nur zu schauen. Apropo schauen, der alte Mann hat genug gesehen und verlässt die Bühne – soll das junge Volk doch den Abend genießen
insofern: Gute Nacht, bzw. Guten Morgen, wann auch immer das gelesen wird…
Erkenntnis des Tages: Nicht alles was empfohlen wird, ist es wert folge zu leisten. Um das Leben um Blickwinkel erweitern zu können, muss man auch mal Risiken eingehen, sonst bleiben diese Blickwinkel vielleicht für immer verborgen…