Viva Las Vegas, Baby! Wir sind noch ein Tag in dieser verrückten Stadt und lassen uns noch ein Tag backen, bei über 100 Grad Fahrenheit. Sind so 35+ Celsius. Selbst morgens drückt die Hitze schon direkt nach dem Aufstehen, um so beeindruckender ist es auch wie die Amis die ganzen HotelKlötze auf geschätzte 18-20 Grad runter kühlen und man immer das Gefühl hat, man läuft in einen begehbaren Kühlschrank rein. Riesige weitläufige Hallen, meterhoch und doch eiskalt… verrückt! Wir nutzen den Tag sinnvoll, nachdem es gestern für viele länger wurde, wird heute bis 10 gepennt und dann steht shoppen auf dem Plan. Vegas bietet ja viel ums Geld loszuwerden. In den Hotels und auf dem Strip gelten aber andere Preise für alles, selbst für ein einfaches Sub gelten da andere Regeln. Zum Glück gibt es zwei Outlet Stores – Oasen der preislichen Normalität, im Norden und im Süden vom Hollywood Blv. In 2016 waren wir wohl im nördlichen, was wir daran festmachen, dass unser Outlet dieses Jahr eine Überdachung hat und zu 100% Kühlschrank ist. Der Nördliche war nicht überdacht weshalb man zwischen den Geschäften immer in die 100 Fahrenheit raus musste, um bis zum nächsten Tiefkühlgeschäft zu kommen. Zu meiner Überraschung sind die Preise dieses Mal deutlich niedriger. Liegt vielleicht auch an irgendeiner Aktion, da fast überall bis zu 50% Rabatt gewährt werden. Da kann man schonmal ne Levi’s Hose für 35€ bekommen oder das Addidas Hoodie für 20€. Wie man im Beitrag gestern… upsi.. vorgestern gesehen hat, findet jeder irgendwas für sich und die Tüten füllen nicht nur den Kofferraum unseres mobilen Reisehauses aus, sondern auch die Koffer, wie hinterher festgestellt wird. Das wird noch ne Logistische Leistung alles mit über den Teich zu bekommen, aber auch das werden wir irgendwie hinbekommen
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In Summe sind wir tatsächlich knappe 6h in diesem Outlet Palast, die Megahitze draußen haben wir somit links liegen gelassen und die Sonne brutzelt kurz vorm Abend schon weniger. In einem spontan Entschluss können wir uns alle für eine Show am Abend begeistern. David hatte erspäht, dass die BlueManGroup für 72$ relativ erschwinglich ist. Da die Zeit drängt sind wir nochmal zum Ticket Verkauf hin, aber leider kam uns diese Idee zu spät. Die Show beginnt in 10 Minuten und eine zweite gibt es heute leider nicht… an jedem anderen Tag schon, aber heute nicht
naja, eine Alternative ist schnell gefunden, denn wir sind ja immerhin in Vegas und genau wie bei Hornbach gibts hier immer was zu tun #Werbung![]()
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Wir bestellen einen Uber der uns zum Stratosphere-Tower fahren soll – Vegas bei Nacht aus über 300 Meter Höhe, das kann man sich schonmal geben. Der Tower an sich ist leicht außerhalb des Strips am nördlichen Ende und von unserem Hotel gute 8km weg. Plan ist mit Uber hin und zu Fuß zurück, um Fotos zu machen. Der Fahrstuhl nach oben kostet pro Nase 24$ oder 25$ wenn man eine Attraktion / Ride oben mitfahren will. Wer sich jetzt fragt was man in 300 Meter Höhe noch fahren soll, dem sei gesagt, man kann sich noch weitere Meter nach oben Schießen und Fallen lassen, man kann sich über dem Abgrund heben lassen und im Kreis die Beine schwingen, oder man setzt sich in so eine Art Armbrust die über den Rand zielt und lässt sich über den Rand schießen, um kurz vorher gestoppt zu werden und 300 Meter in den Abgrund schauen zu dürfen… ach ja, wer Fahrstuhlangst hat, kann im Zweifel auch einfach die Abkürzung nehmen und runter springen ![]()
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Leute mal ehrlich, wenn ich das hier schon tippe wird mir anders und ich bekomme nasse Hände
wie kann man nur?! Nachdem wir oben ein paar Fotos gemacht haben, ich mit ner Dr.Pepper meinen Blutzucker auf Maximum getrieben haben um den minimal wackelnden Turm zu überleben, lassen sich unsere beide Durchgeknallten doch nach oben schießen. Basti war eher ruhige, aber David sein Schrei hat man deutlich gehört, muss am Hamburger Schrei-Dialekt liegen
Beide sichtlich begeistert, sofern man Davids zitternden Körper als Begeisterung auffassen kann
anyway, Respekt! Randnotiz zur Aussicht: ich hätte nich gedacht wie riesig Vegas ist! Von hier oben sieht man mal die Ausmaße, was für eine riesen Stadt hier mit Strom und Wasser – ist ja in mitten einer Wüste – versorgt werden muss. Hammer! Der Strip in der Mitte klar, aber die normalen Häuser für die Arbeiter in der Stadt reichen dicht an dicht bis zum Horizont in jeder Himmelsrichtung.
Bevor wir runter gehen lassen sich noch zwei Mädels auf den ultimativen Kick ein. Eine von beiden klein und unerschrocken. Lässt sich verkabeln, tritt zur Kante und nimmt die Abkürzung nach unten – eiskalt
. Der zweiten Dame sieht man die Angst schon beim betreten der Sprungkammer an. Kreidebleich und Angstpipi auf der Stirn. Ich bin wagemutig und knie (!) mich neben den Absprung hin, um durch Glas bis nach unten zu schauen, wo sie landen wird. Ich lehne mich rüber, schau runter und bekommen sofort nasse Hänse – wie kann man nur?!?!?!? Naja nachdem die Dame 1 so souverän gehüppt ist, lässt sich Dame 2 jetzt extra Zeit und ich starre die ganze Zeit in den Abgrund weil ich den Sprung nicht verpassen will. Die Frau macht mich wahnsinnig! Die soll springen !!!! Ihr geht’s wohl so wie mir und sie hat den Fehler gemacht, vorher nach unten zu schauen. Damit sie nicht abbricht, dreht sie sich um und springt dann doch final rückwärts zum Tower gedreht runter. Geht eigentlich ganz flott… in 4 Sekunden biste unten… ![]()
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Als wir wieder unten sind gibts erstmal was zum Futtern und ein Beruhigungsbier. Je mehr wir trinken und je mehr wir futtern, desto weniger will auch nur einer die 8km zum Hotel laufen. Der Kompromiss ist, dass wir bis zum Caesars Palace mit Uber fahren und uns dort dann aufteilen. Stefan und ich auf Fotojagd, die anderen auf Unterhaltungsjagd. Um circa 1:30 Uhr treffen wir uns im New York New York wieder. Meine Bewegungsmotivation strebt gegen Null, weshalb ich mich nach dem Absacker so gegen 2 Uhr ins Zimmer mache, die Jungs müssen allerdings nach beim BlackJack ihr Glück herausfordern. Nachdem die Pässe mehrfach gecheckt wurden klappt das auch bei dem ein oder anderen und aus 25$ wurden am Ende 75$ ![]()
EZ… gegen 4 Uhr fallen dann auch die letzten ins Bett. Morgen gehts dann Richtung Grand Canyon [Wo ich gerade stehe und fleißig tippe ![]()
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Erkenntnis des Tages: Die Höhe und ich werden wohl nie Freunde werden… 300 Meter freier Fall – am Arsch!!! Wer tut sowas freiwillig???