Hey hey Überraschung. Wir leben noch, also zumindest fühlt es sich so an. Also mein Herzelein pochert noch also muss es ja so sein. Die Uhr zeigt aktuell rund 19.000 Schritte und das nach einer 18 Stunden Reise für 8000km gen West… Aber wie immer: von vorne 🙂
Die Sternenfahrt zum Airport war schon gut aufgeladen. Ich glaub jeder von uns war auf seine Art aufgeregt und super hyped auf Amerika, denn Amerika ist wunderbar 😀 der Check in ging eigentlich flott hatte aber so seine Momente insbesondere beim Check auf Sprengstoffe an mir. Ich fragte noch die Dame vorne: „Soll ich den Gürtel auch ablegen?“ sie verneinte, also ging ich durch den Scanner und Überraschung der Gürtel wurde detected. Daraufhin kam ein Typ zu mir, brummte mich an : „Gürtel aufmachen!“ – okay, auf damit… dann stand ich da und er brummte wieder: „das wird jetzt unangenehm ich muss den Schritt auch prüfen!“ – ich schon völlig übermüdet : was musst du tun? – Pam da wars schon zu spät und er grabschte einmal beherzt in den Schritt… gut, Safety First und so. Das versteh ich, aber 1) wenn ich vorne schon frage ob der Gürtel auch ab soll und das explizit verneint wird dann hat der Kerl ja 2) den ganzen Tag ein Schritt-Grabscher Job, da ja jeder nen Gürtel trägt der im Scanner immer erfasst wird…was zur Hölle?!? Komische Erfahrung und vor allem seltsamer Job! Naja die nächste seltsame Erfahrung gabs dann irgendwie 11 Stunde im Flieger. Nicht nur dass es 90 Minuten nach Start (= 11 Uhr Ortszeit) bereits Mittag gab, was ich verpennt habe und deshalb den gesamten Flug hungern durfte, nein zu allem Überfluss sitzt neben mir ein Inder der keine Berührungsängste verspürt. Mister Panjabi MC schaut nicht nur 11 Stunden Bollywood Filme auf seinem iPad, nein er lehnt auch entspannt die ganze Zeit über der Sitzlehne in meinem Tanzbereich. Das wiederum bedeutet das El Stevo weil ja introvertiert das Maul nicht aufbekommt und entsprechend die meiste Zeit halb im Gang hängt um meinen Tanzbereich zu verlagern. Gott war das nervig -.- zum Glück hab ich festgestellt, dass es im Flieger WLAN gibt und man damit kostenlos zumindest WhatsApp nutzen kann. So wurde mit der Kommunikation um den halben Erdball der sonst echt langatmige Flug etwas versüßt und kurzweilig. Was mir aber neben der Kommunikationsache wieder auffiel ist der ungewöhnliche Flugkurs auf der Landkarte. Durch die Erdkrümmung sieht der auf der Karte eher wie ein Umweg aus, aber nee der kürzeste Weg Frankfurt – Vegas geht über England – Grönland – Kanada. Klingt komisch, is aber so…

11 Stunden später war’s dann endlich soweit, der Sinkflug beginnt und die Spannung bzgl. Abschiebehaft – Ja / Nein / Vielleicht steigt. Irgendwie sind hier seit Januar ja alle bekloppt und es kursieren echt die wildesten Horrorgeschichten zum Thema Einreise in die USA. Jedoch muss ich Entwarnung geben, die Fragen waren unspektakulär, völlig unaufgeregt Seitens des Zolls und in Summe einfach mal wieder viel zu viel heiße Luft um nichts. Ich wusste schon wieso ich diesen Mumpitz vor dem Urlaub von mir halten wollte. Es bringt einfach nichts sich den Kopf darüber zu zerbrechen und den Urlaub schon vorher mit negativen Gefühlen anzutreten. die durch die Presse gehenden Geschichten waren ja auch nur 5 von 1.000.000 Einreisen. Naja Pass und Koffer waren in Rekordzeit geschafft und nun konnte es losgehen, der Urlaub im schönsten Land auf Erden. Ja für mich isses das! Ich bin das dritte Mal in der Region und ich bin mir sicher auch beim dritten Mal nehme ich wieder Dringe mit, die mir bei Durchlauf 1 und 2 noch nicht aufgefallen sind. Eindrücke von denen ich auch noch in Jahren berichten werde, weil isso!
Wir stratzen los, Koffer und extra gute Laune im Anschlag, bis die Tür aufgeht, man in der Wüstensonne steht und instant zu Staub zerfallen möchte. Es ist heiß, sehr heiß mit 34 Grad , aber die Frisur sitzt und das Deo war eh schon vor 3 Stunden Flug in den Streik getreten. Wir schnappen uns ein Taxi und düsen direkt zum Hotel für einen 20$ Aufpreis dürfen wir auch schon vor 16 Uhr rein. Da wir bereits 13.30 da in der Lobby sind… fuck it, just swipe it! Das ist der Urlaubsmodus den ich mir Lob – nicht denken, einfach machen 😄
Das Zimmer ist passabel. 11. Stock – mieser Ausblick – aber kalt wie ein Kühlschrank. Egal es reicht und es soll ja nur drei Nächte herhalten.

Kurz bissi Wasser ins Gesicht geballert und dann ab auf den Strip! Ich mein für Stefan und mich ist das ein bekannter Anblick, aber Ramoni und Hendrik sind Baff. Vegas zum Ersten Mal ist aber auch krass. Die Eindrücke bleiben definitiv hängen so viel steht fest.
Das erste was wichtig ist: Nahrung. Nachdem mich die Airline hat hungern lassen brauche ich was. Immerhin war ich kurz vor Diva-Modus und das gemeinsam mit einer extremen Müdigkeit ergibt ne explosive Mischung. Da es die erste Mahlzeit ist, muss die Ami Like gestaltet werden. Burger und Pommes sind für mich Pflicht! Gott sei Dank ist neben dem Hotel direkt eine Fressmeile mit mehr als ausreichend Auswahl. Einmal rein 100$ für 4 Burger 2 mal Pommes und ne Coke – Welcome to fucking expensive America!


Nach dem Recht fettigen aber leckerem Mahl geht’s auf den Strip durchs Bellagio Hotel…



… durchs Venezia Hotel, bei dem Ramona fast vom imaginären Stuhl gekippt wäre. Glaub das hat ihr richtig zu gesagt 😉
Auch wenn mans auf den Bilder ich ansieht. Die Augenringe gehen zu diesem Zeitpunkt schon bis weit unter die Mundwinkel. Bei mir melden sich insbesondere nach dem Burger auch die Müdigkeit und die Beine. Die Reise steckt uns in den Knochen. Wir schleppen uns teilweise Zombie Like über den Strip und durch die Hotels. Sind einfach nur einmal mehr oder zum ersten Mal geflashed von dieser verrückten Stadt. Es macht Laune, aber wir sind im Poppes. Da hilft auch selbst der Standard Grande Latte Macchiato nicht.

Deshalb ist auch 17.30 Schicht im Schacht. Wir beschließen zum Hotel zurück zu gehen, 1-2 h zu schnubbel, dösen, oder Romane in Blogs verfassen und später nochmal auf einen Schlummertunk auf den Nacht-Strip zu gehen.
So und da lieg ich nun… opfere die Chance seit 48h die Augen mal wieder zu schließen für ein paar Gedanken zum Tag. Ich hab’s die letzten Tag schon mehrfach erwähnt: so ein Tagebuch isses wert! Also opfere ich die Zeit gerne. Der Mehrwert daraus entsteht unverhofft in mehreren Jahren, wenn man mal wieder durch die Texte geht und sich an die ein oder andere Situation erinnert wird. Es lohnt massiv 🙂
Also: hab ich gern gemacht!
Erkenntnis des Tages: Zeit ist definitiv relativ und vergeht im Flugzeug mit Absicht langsamer!
Ramonis Summary 🥰