Nachdem wir uns gestern fast zerstört und ausgelöscht haben, steht heute die Reise gen Norden an. Dem Grand Teton wollen wir näher kommen. Plan ist: so viele Kilometer schrubben, wie nötig und erträglich. Was macht dann so eine Reise maximal erträglich? Klar – ein Ami Frühstück bei Oscar‘s. Quasi da wo‘s gestern schon Burger gab – diesmal eben nur mit Pancakes 🤤

Gegen 9.30 Uhr reiten wir vom Hof. Bye Bye Zion, warst geil und hast uns ordentlich das Fürchten und überleben gelehrt! Hau rein, mach’s gut! Der erste Stopp den wir heute auf dem Weg nach Norden einlegen, ist der Bryce Canyon. Dazu geht’s wieder rüber nach Zion East und dann ne gute Stunde Richtung Nord. Einmal mehr zeigt sich wie unglaublich weitläufig dieses Land ist. Hier ist einfach so viel Platz 🤗
Am Bryce angekommen gibt es eigentlich nur einen Quick Check – einmal guggn und weiter. Er ist immernoch Impressive aber zum Durchlaufen fehlt die Energie, die Zeit, oder für El Henno‘s Knie: die Motivation 🙈 Also einmal looki looki und geknipst, dann gehts weiter nach Norden zur Interstate 15 Richtung Salt Lake City.


Immerhin war’s für Hendrik und Greta eine weitere Erfahrung und die Stunde Umweg haben sich dafür schon gelohnt. Auch wenn’s nur ein kurzer Besuch war. Der Weg nach Norden ist umso anspruchsvoller… Apropo… wo gehts eigentlich genau hin heute? Wissen wir nicht und beginnen erstmal mit der Hotel Suche. Also soll sie Beginnen, die „Mission: Norden – oder wie wir versuchten, nicht in einem Stundenhotel zu übernachten“
Die Aufgabe gestaltet sich, sagen wir mal… ambitioniert: Möglichst weit nach Norden zu kommen, ohne dabei in der ersten Matratzenkatastrophe mit Münzautomat im Flur zu stranden. Ein Vorhaben irgendwo zwischen „Expedition Arktis“ und „RTL2-Doku Mittwoch 22:15“.
Denn seien wir ehrlich: Man hat hier nur zwei Optionen.
A) Urlaubsregionen, wo schon das Einatmen der Meeresluft mit 9,90 € pro Minute abgerechnet wird.
B) Etablissements, bei denen die Rezeption durch eine Panzerglasscheibe ersetzt wurde und das Kopfkissen vermutlich schon mehr erlebt hat als ein ganzes Tinder-Jahr.
Die Kunst liegt also darin, nicht aus Versehen dort zu landen, wo das Licht nie ausgeht – nicht weil es so schön ist, sondern weil die Neonröhre klemmt und man den Lichtschalter nur über ein Ritual aus drei Mal Klatschen und einem Gebet findet.
Aber hey – wer braucht schon Komfort, wenn man Abenteuer hat?
Und vielleicht ist die nordische Einsamkeit ja auch nur ein euphemistisches Wort für „Wir sind die Einzigen, die diesen Fehler gemacht haben“.


Nun ja Fazit: wir kehren ins Best Western in Everston, Wyoming ein. Wir haben ja auch Urlaub, da kann man die Tinder-Hotels ruhig mal skippen und sich gönnen.
Der Traurige Fakt ist aber auch das heute nicht mehr passiert ist, aber nach dem Survival Trip von gestern auch mal gut. Planmäßig holen wir uns nachher noch ein kleines Sub für den Abend 6“ reichen locker und dann geht’s ab in den entspannten Abend. Morgen haben wir dann nochmal rund 3-4h Fahrt bis in den Grand Teton National Park vor uns, aber ich glaub… das Hotel suchen wir uns schon heute aus 😅

Ach ja wisst ihr was auch noch toll und lustig ist an so ner Reise? Die Preise… waren natürlich grad bei Starbucks Kaffee holen. Ihr erinnert euch an Vegas und den 13€ Kaffee

Als der Verkäufer mir den Preis nannte, sagte ich ihm nach dem Blick auf seinen Preis: oh sorry, ich wollte eigentlich einen großen. Oh sagt er… Ja dann macht’s 7,78$ bitte! – „Okay“ 😬
Erkenntnis des Tages: Im Rahmen individueller Mobilität zeigt sich eine signifikante negative Korrelation zwischen der geographischen Ausdehnung der Vereinigten Staaten und dem psychischen Wohlbefinden bei deren terrestrischer Durchquerung!!!111!!